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Geschichte des Instituts

Bauliche Entwicklung

 1922 wurde in Bonn ein eigenständiges Institut für Rechtsmedizin (früher Gerichtsmedizin) geschaffen, nachdem die gerichtliche Medizin seit Gründung der Universität Bonn zunächst von Professoren anderer Fachrichtungen (z.B. Gynäkologie, Pharmakologie, Kinderheilkunde) mitvertreten worden war.

1923 erwarb die Universität eine ehemalige Privatklinik in der Theaterstraße, die allmählich zweckentsprechend umgebaut und als Institut eingerichtet wurde. Am 01.10.1944 wurde Herbert Elbel auf den Lehrstuhl für Rechtsmedizin an der Universität Bonn berufen, den er mehr als 30 Jahre innehatte (1944-1978). 18 Tage nach seinem Dienstantritt wurde das Institut am 18.10.1944 durch Fliegerangriff zerstört. Damit stand die Bonner Rechtsmedizin wie viele andere Fächer vor einer Zeit der Provisorien der Unterbringung, in der gleichwohl neben den Versorgungsaufgaben für Justiz und Kliniken Lehre und Forschung zu bewältigen waren. Nach einer behelfsmäßigen Unterkunft im Anatomischen Institut, dann der Pädagogischen Akademie (dem späteren Bundeshaus) konnten ab Juli 1945 einige Räume eines Instituts in der Landwirtschaftlichen Fakultät bezogen werden.

1951 siedelte das Institut in einen kleinen Anbau an den zerstörten Ostflügel der Pathologie am Wilhelmsplatz über. Es konnten bei Weitem nicht alle Laborbereiche in einem Gebäude untergebracht werden.  Da dieses Institut einem geplantem Bettenhaus in Verbindung zur Zahnklinik im Wege stand und abgerissen werden sollte, wurde ein endgültiger Neubau am Stiftsplatz genehmigt. Der Neubau am Stiftsplatz wurde 1959 begonnen, im Winter 1961/62 beendet und im Frühjahr 1962 bezogen. Aufgrund der Grundstücksverhältnisse konnten wiederum nicht alle Funktionsbereiche in einem Bau untergebracht werden. Neben dem fünfgeschossigen Haupthaus am Stiftsplatz befindet sich die zu klein geratene Prosektur in der Langgasse, mit dem Haupthaus durch einen Flur verbunden.

Im Rahmen der Renovierung der Prosektur konnten die Verhältnisse in der Langgasse durch Zukauf eines unmittelbar an die Prosektur angrenzenden kleinen Gebäudes arrondiert werden, so dass zwischen den Gebäuden in der Langgasse und dem Stiftsplatz ein abgeschlossener Hof entstand. Die ursprünglich großzügige Unterbringung wurde bereits in der Amtszeit von Professor Elbel wiederum als unzureichend empfunden. Eine seit Jahren überfällige Generalsanierung des Institutes, insbesondere der Be- und Entlüftung sowie der Laborbereiche, die teilweise noch die Erstausstattung von 1962 aufweisen, konnte bislang nicht realisiert werden.

Selbst die Folgen eines Laborbrandes im Toxikologischen Labor 1988 sind bis heute - trotz intensivster Bemühungen meines Vorgängers Ulrich
Heifer (Institutsleiter von 1978 bis 1996) - nicht behoben und schränken die Arbeitsmöglichkeiten spürbar ein. Nicht nur im Laborbereich besteht zusätzlicher Raumbedarf, sondern besonders für Lehrzwecke, um Parallelunterricht in Kleingruppen unter akzeptablen Verhältnissen gewährleisten zu können.

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